Experiment #2: Nie wieder Aluminium-Deos!

aluminium

Vor einer ganzen Weile schon, habe ich mich endlich von meinem heißgeliebten Dove-Deo verabschiedet. Nicht nur dass es von Unilever produziert wird, nein es enthält zudem die bösen, bösen Aluminiumsalze, welche heutzutage fast in aller Munde ist. Zu dem Titel des Beitrags ist zu sagen, dass es kein Experiment für mich ist, auf aluminiumhaltige Deos zu verzichten in der Hinsicht, dass ich eventuell wieder mein Dove Deo benutzen werde, sondern eher, dass es ähnlich wie bei dem Shampoo-Experiment dauern kann, bis man die richtigen Produkte gefunden hat. Man muss also viel ausprobieren und experimentieren. Soviel dazu.

Aber was ist da eigentlich dran? Relativ viele Leute haben schon davon gehört, dass aluminiumhaltige Antitranspirants umstritten sind. Aber eben nur umstritten, heißt es. Von Krebs ist die Rede und von Demenz.

 

Was ist Aluminium und wofür wird es verwendet?

Aluminium gehört zu den Leichtmetallen und findet in zahlreichen Industriezweigen Verwendung. Es gehört zu den reaktionsfreudigsten chemischen Elementen und kann zum Beispiel als Säure aber auch als Base reagieren und somit eine pH-Wert-Regulation in beide Richtungen bewirken.

In der Elektronikindustrie wird Aluminium aufgrund der leichten Verarbeitkeit, der guten elektrischen Leitfähigkeiten und Wärmeleitfähigkeiten z.B. zur Herstellung von Antennen benutzt. Aus der Verpackungsindustrie ist das silbrig-weiße Metall nicht mehr wegzudenken. Es wird dort zu Getränkedosen und Konservendosen, aber auch zu Aluminiumfolie verarbeitet. Aluminium ist wegen des geringen Gewichts, der guten Barrierewirkung gegen Licht, Sauerstoff und andere Einflüsse, die das Produkt schädigen könnten, perfekt geeignet, um Lebensmittel zu verpacken. Oft werden meist nur sehr dünne Aluminium-Folien benötigt.

Außerdem wird es als rostfreies Baumaterial eingesetzt, sowie wegen der Leichtigkeit zahlreich in der Automobilindustrie verwendet. Auch in Trinkwasser ist ein kleiner Anteil an Aluminium enthalten, dort gibt es allerdings einen festgelegten Grenzwert. Aluminium findet sich aber in immer mehr Kosmetikartikeln und in Medikamenten wie Impfstoffen, dort wird es eingesetzt, um die Immunreaktion zu erhöhen, denn Aluminium ist eigentlich ein Nervengift.

 

Wieso enthalten Deos Aluminium und welche Folgen kann das haben?

Auf dem heutigen Markt findet man fast nur noch Antitranspirants, die meist einen Halt von 48 Stunden oder länger versprechen. Der große Unterschied zwischen Deodorants und Antitranspirants ist, dass die einen nur den Schweißgeruch beziehungsweise den Muff überdecken sollen, der entsteht, wenn die Bakterien den Schweiß zersetzen und eventuell noch leicht schweißhemmende Substanzen enthalten. Die andere Gruppe hingegen, soll die Achseln auch relativ trocken halten, sodass es erst gar nicht zu Schweißbildung kommt. Das funktioniert dank den Aluminiumsalzen, diese verschließen regelrecht die Poren und Schweißdrüsen und verhindern das Schwitzen. Doch kann das gut sein, einen so natürlichen Prozess des menschlichen Körpers auf Dauer zu unterdrücken?

Aber nicht nur der Vorgang des Unterdrückens selbst ist bedenklich, sondern auch die Verwendung von Aluminiumsalzen an sich. Es gibt zahlreiche Hinweise, dass bei Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren, ein erhöhter Aluminiumgehalt in der Brust nachgewiesen wurde. Ein Zusammenhang mit den Antitranspirants liegt nahe. Auch gibt es Fälle von Demenz, die im Zusammenhang mit einem hohen Aluminiumgehalt stehen, zum Beispiel  ausgelöst durch Medikamente gegen Sodbrennen. Genauere Untersuchungen fehlen allerdings. Es fehlen aber auch Untersuchungen, die die Sicherheit von Aluminium bestätigen.

Häufig kommt es bei der Verwendung von Antitranspirants zu Hautreizungen, Brennen, Rötungen, Juckreiz und allergischen Reaktionen.

Wie oben schon geschrieben, ist Aluminium eigentlich ein Nervengift und kann dramatische Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben bis hin zum Tod. Doch wie so oft, macht die Menge das Gift. Geringe Dosen kann unser Körper noch wegstecken, doch das Metall reichert sich immer weiter im Körper an.

 

Wieso wird so etwas noch verkauft?

Ja, die Frage stelle ich mir in letzter Zeit bei vielen Produkten. In erster Linie zählt für den Hersteller nur, dass das Produkt funktioniert und einigermaßen hält, was es verspricht, so dass es sich gut verkauft. Und das sind auch erst einmal die Interessen der Verbraucher. Fakt ist aber, dass tatsächlich noch die letzten Studien fehlen, um die Auswirkung von Aluminium zu untersuchen. Die Forschungsgelder für solche Untersuchungen fehlen. Die Aluminiumlobby  hat großen Einfluss auf die Regierungen und Gesundheitsorganisationen, zig Industriezweige hängen mit Aluminium zusammen und sind sogar abhängig davon. Der wirtschaftliche Schade wäre immens. Und wie so oft geht Geld über Wohlergehen.

 

Wie erkenne ich ein aluminiumfreies Deo?

Viele Hersteller wie Nivea haben sich bereits angepasst und bieten aluminiumfreie Deodorants an, was meist auf der Verpackung angepriesen wird. Am leichtesten ist es aber, ein Deo aus der Naturkosmetik zu wählen, denn dort werden keine Aluminiumsalze verwendet. Ansonsten hilft ein schneller Blick auf die INCI Liste, die Aluminiumsalze befinden sich meist weit vorne unter den Namen Aluminum Chlorohydrate, Aluminiumchlorid, Aluminium Stearate, Aluminum Powder und Aluminum Zirconium Tetrachlorohydrex usw.

 

Dies ist natürlich nur ein kleiner Überblick. Es wäre also gut, wenn ihr selbst weiter im Internet recherchiert und euch überlegt, ob ihr auch auf aluminiumfreie Deodorants umsteigen möchtet. Bald werden Beiträge zu meinen Erfahrungen und Deo-Reviews folgen.

Tolle Beiträge findet ihr auch auf anderen Blogs wie:

Kosmetik-Vegan.De

Quellen:

Naturalbeauty   •   Wikipedia  •  Brigitte  •  Arte  •  Stiftung Warentest

signatur

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