Experiment #1: nie wieder Shampoo! Teil 5 – Meine Haarpflegeroutine

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Jetzt sind wir auch schon beim letzten Teil der „Nie wieder Shampoo!“-Reihe angelangt. In meiner Haarpflegeroutine geht es darum, was ich heute anders mache, welche Produkte ich gerne verwende usw. Bestimmt werden Updates folgen, falls ich etwas in meiner Pflege umstellen sollte und hoffentlich auch Erfolgfotos, wenn sich meine Haare endlich erholt haben. Ich hoffe, die Serie war spannend für den ein oder Anderen und hat euch gezeigt, dass es nicht immer die typischen Drogerie-Produkte sein müssen.

Teil 1: warum shampoofrei?

Teil 2: okay kein Shampoo – und jetzt?

Teil 3: die Leidensgeschichte meiner Haare

Teil 4: Review der Savion Haarwaschseifen

Teil 5: meine Haarpflegeroutine

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Waschen:

Das Waschen und Reinigen der Haare ist meiner Meinung nach der wichtigste Teil der Haarpflege. Denn wer hier schon die Haare und die Kopfhaut unnötig belastet und strapaziert, muss mehr in die Pflege der Haare investieren.

Bis vor einigen Wochen habe ich meine Haare immer mit den Savion Haarwaschseifen gewaschen. Und das circa 1-2 mal die Woche. Danach spüle ich unbedingt mit einer sauren Rinse (250ml Wasser mit 1-2 Teelöffeln Apfelessig) nach. Das sorgt für Glanz und verhindert Kalkseifenbildung.

Jetzt wasche ich seit knapp zwei Monaten meine Haare  nur noch mit Wasser. Und das ungefähr alle 2 bis 3 Tage. Das klappt bisher unerwartet gut. Bevor ich meine Haare wasche, bürste ich sie mit dem Tangle Teezer sehr gut durch. Das geht ruckzuck und ist garantiert schmerzfrei. Allerdings lässt Bürsten meine Haare sehr strohig und aufgebauscht aussehen. Daher ist es gut, danach meine Haare mit Wasser zu waschen. Vor der Haarwäsche sind die Haare fettig, doch das Wasser reinigt recht gut. Besonders in den ersten drei Wochen, waren meine Haare danach perfekt sauber.

Zwischendurch waren die unteren Haare doch oft fettig und ich musste mit Trockenshampoo nachhelfen. Dafür verwende ich gerne das No Drought Trockenshampoo von LUSH oder einfach Speisestärke. Ausbürsten ist bei meinen Haaren leider keine Option, also muss ich besonders aufpassen, dass das Pulver gut verteilt ist. Durch das Nachfärben mit Henna sind meine Haare wieder sehr sauber geworden und ich verwende zur Zeit kein Trockenshampoo.

Das Waschen mit Wasser ist für mich ideal, denn so kann ich theoretisch jeden Tag meine Haare bürsten und daraufhin waschen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, dass es meinen Haaren und meiner Kopfhaut zu sehr schadet. Für mich ist Wasser die perfekte Alternative zu Shampoo. Unkomplizierter und günstiger geht es nicht. Eventuell brauchen meine Haare noch etwas Umgewöhnungszeit, aber ich habe vor bei der Methode zu bleiben.

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Pflegen:

Meine Haare sind leider sehr trocken. Das liegt zum einen daran, dass Naturlocken immer etwas trockener sind, daran, dass ich nur vor der Haarwäsche bürste und natürlich auch daran, dass ich viele Jahre blondiert habe und das haben mir meine Spitzen immer noch nicht verziehen.  Bei der Pflege setze ich vor allem auf natürliche Öle. Diese gebe ich entweder vor der Wäsche großzügig ins trockene Haar und lasse sie einwirken, oder verteile sie nach der Wäsche ins feuchte Haar oder einfach zwischendurch in die trockenen Spitzen. Bei den Ölen müsst ihr nur aufpassen, dass ihr nicht zu viel verwendet und auf einmal fettige Haare habt. Denn besonders wenn man nur mit Wasser reinigt, kann man nicht das gesamte Haar in Öl ertränken.

Mein Favorit ist dabei Kokosöl, denn es duftet lecker und pflegt die Haare unglaublich weich. Ein weiterer Favorit ist das Alverde Nutri-Care Haaröl mit Mandel und Argan. Es basiert zwar nur auf Sojaöl, enthält aber auch Argan-, Mandel- und Walnussöl und duftet herrlich nach Zitrone. Dazu ist es silikon- und alkoholfrei. Eventuell möchte ich mir bald reines Arganöl zulegen. Manchmal reicht auch einfach ein bisschen Olivenöl, was man bei der Haarwäsche wieder ausspült. Besonders reichhaltig und pflegend ist das Rizinusöl, was ich mir früher sogar auf die Kopfhaut gegeben habe, um meinen Haarwuchs anzuregen. Das traue ich mich heute nicht mehr und verwende es nur in den Spitzen.

Ab und zu mache ich noch eine Spülung aus Apfelessig nach der Haarwäsche, denn ich habe immer noch das Gefühl, dass es meinen Haaren gut tut.

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Stylen:

In Sachen Styling stelle ich nicht viel mit meinen Haaren an. Ich glätte sie weder, noch föhne ich sie und verwende auch keinerlei Stylingprodukte wie Haarspray oder Schaumfestiger. Ganz gerne verwende ich aber von LUSH das Sea Salt Spray, um für noch mehr Volumen und Textur zu sorgen.

Was Frisuren angeht, versuche ich meine Haare so oft es geht offen zu tragen oder in lockeren, geflochtenen Zöpfen. Seit ich die Invisibobble Haarbänder habe, traue ich mich aber wieder öfter an Pferdeschwänze ran, denn das Haar wird dadurch nicht zu sehr belastet und die Bruchgefahr ist geringer. Nachts flechte ich mir meistens Zöpfe, damit meine Haare am nächsten Morgen nicht zu zerzaust sind.

Wie oben bereits erwähnt, bürste ich meine Haare nur vor der Haarwäsche und verwende dabei immer einen Tangle Teezer. Ein Produkt, das ich aus meinem Leben nicht mehr wegdenken will, denn was immer eine lange, schmerzhafte Angelegenheit war, geht jetzt ohne Probleme. Der Tangle Teezer gleitet sogar durch meine Mähne wie durch Butter, ohne die Haare zusätzlich zu schädigen.

Endlich schneide ich auch meine Spitzen regelmäßig. Das passiert immer nach dem Färben. Ich lasse einfach von meiner Mama mit der Ebelin Haarschere, die übrigens sehr scharf und empfehlenswert ist, die untersten Spitzen abschneiden, damit alles schön gleichmäßig und gepflegt aussieht. Denn aus der Phase „lange Haare haben wollen, aber deswegen nichts abschneiden wollen“ bin ich raus. Wenn ich lange Haare habe, dann bitte auch gleichmäßig und nicht nur drei dünne Spitzen unten.

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Färben:

Ebenfalls eine sehr große Umstellung in meiner Haarpflegeroutine war das Färben mit Pflanzenhaarfarbe. Von regelmäßigem Blondieren bin ich im September letzten Jahres auf das naturrote Henna von Sante umgestiegen und färbe circa alle 8 Wochen die kompletten Haare mit zwei ganzen Packungen nach. Einfach wenn ich das Gefühl habe, dass sie mal wieder etwas mehr Farbe gebrauchen können. Das Henna wäscht sich bei mir so gut wie gar nicht raus und ich färbe hauptsächlich wegen meines Ansatzes nach und weil Henna sehr viele positive Auswirkungen auf meine Haare hat. Die Prozedur an sich ist sehr aufwendig. Wenn ihr einen extra Beitrag zu dem Färben mit Henna möchtet oder eine Review zu der Sante Haarfarbe, dann lasst es mich wissen.

Insgesamt versuche ich meine Haare so natürlich wie möglich zu pflegen und so wenig wie möglich zu belasten. Eigentlich braucht man die ganzen Spülungen und Sprays aus der Drogerie gar nicht – denn ganz besonders bei den Haaren gilt: weniger ist mehr!

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6 Gedanken zu “Experiment #1: nie wieder Shampoo! Teil 5 – Meine Haarpflegeroutine

  1. Das klingt sehr interessant.
    Ich hab ne Weile nicht mehr mit Henna gefärbt, kann mich aber an die ein oder andere stundenlange „Sitzung“ mit Turban auf dem Kopf erinnern. 🙂

    • Danke für Deinen Kommentar 🙂 Jaha, das ist immer eine ganz schöne Aktion. Ich sitze da immer zwei Stunden mit zwei Packungen drauf, das ist unglaublich schwer auf dem Kopf 😀

  2. Mich würde einen eigenen Post über das Färben mit Henna sogar sehr interessieren! 🙂 Also wie daa funktioniert, was man zu beachten hat und was zb. Pro und Contra bei dieser Methode sind.

    Liebe Grüße
    Karina

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