Ausprobiert: Alverde Selbstbräunungslotion

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Zum aller ersten Mal habe ich mich an einen Selbstbräuner rangetraut. Ein paar Bedenken hatte ich schon- kein Wunder bei den Horrorgeschichten, die unsere Mütter immer von ihrer Jugendsünde Selbstbräuner erzählen. Deswegen habe ich mich im Vorfeld gut über die „Do’s & Dont’s“ beim Selbstbräunen informiert. Dabei wurde die Alverde Selbstbräunungslotion häufig als Favorit genannt neben Marken wie St. Tropez und Xen-Tan. Umso mehr ein Grund für mich, die günstige, vegane Naturkosmetik Variante von Alverde auszuprobieren.

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Die Selbstbräunungslotion hatte ich bereits im Juni gekauft. In den letzten zwei Monaten konnte ich den Selbstbräuner also ausgiebig testen und habe insgesamt drei Bräunungsdurchgänge durchgeführt.

Der Selbstbräuner ist vegan und von Natrue zertifiziert. Für 200 ml zahlt man nur 3,95 Euro. Er soll einen angenehmen Orangen- und Vanilleduft haben und zudem für jeden Hauttypen geeignet sein.

Das verspricht Alverde:

Die natürliche Selbstbräunungs-Wirkstoffkombination verleiht Ihnen eine gleichmäßige, strahlende und schöne Bräune. Die Haut wird intensiv gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt. Jojobaöl, Mandelöl und Sojaöl aus kontrolliert biologischem Anbau machen die Haut zart und geschmeidig. Die Duftmischung aus Orangenblüten und Vanille riecht herrlich frisch – für eine sommerfrische, natürlich aussehende Haut das ganze Jahr.

Inhaltsstoffe:

Wässrig-alkoholischer Orangenblütenauszug*, Sojaöl*, pflanzliches Glycerin, natürlicher Selbstbräunungswirkstoff, Triglyceride (pflanzliche Ölmischung), Fettalkohole, Glycerinfettsäureester, Xanthan, Wildrosenextrakt*, Mandelöl*, Jojobaöl*, Erythrulose (natürlicher Selbstbräunungswirkstoff), Vanille-Extrakt*, Vitamin E, Vitamin C, Sonnenblumenöl, Mischung ätherischer Öle**
* Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau
** aus natürlichen ätherischen Ölen

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PrettyLittleLari meint:

Das Design der Verpackung gefällt mir rein optisch eigentlich ganz gut. Ansonsten ist sie praktisch und die Lotion lässt sich gut entnehmen.

Was natürlich sofort auffällt, ist der Geruch der Lotion. Selbstbräuner ist ja bekannt dafür, einen komischen Duft zu haben oder einen unangenehmen Muff zu entwickeln. Dazu später mehr. In meiner Nase riecht das Ganze eher unangenehm. Nicht furchtbar, aber auch nicht lecker nach Vanille und Orange. Und dieser Geruch verfliegt nach dem Auftragen nicht mehr so schnell. Also wer damit gar nicht klarkommt, sollte im Laden erst einmal „Probe schnubbern“ und den Selbstbräuner vielleicht lieber im Regal lassen. Aber wie heißt es so schön- „wer schön sein will, muss leiden“.

Die Konsistenz der Lotion ist eher etwas dickflüssig, lässt sich aber dennoch sehr gut verteilen und bildet keine Streifen. Sie zieht außerdem recht schnell ein. Die Farbe ist weiß wie bei einer normalen Bodylotion, was ich für einen Selbstbräuner eher ungünstig finde.

Echt in Ordnung sind die Inhaltsstoffe des Selbstbräuners. Gut, Alkohol und Glyerin sehe ich eher ungern in Produkten, sind aber wirklich zu verkraften. Auch die eher billigen Öle wie Sojaöl sind bei dem günstigen Preis akzeptabel. Code-Check kritisiert lediglich den Bräunungsstoff Dihydroxyacetone, der das krebserregende Formaldehyd freisetzen kann.

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Die Anwendung ist eigentlich recht einfach. Bevor man sich bräunt, sollte man ein Peeling am ganzen Körper machen. Am besten ein bis zwei Tage vor dem Bräunen. Das entfernt alte Hautschüppchen und sorgt für ein gleichmäßigeres Ergebnis. Es gibt Körperstellen wie die Knie oder die Ellenbogen und die Knöchel, die nur mit einer dünnen Hautschicht bedeckt sind und daher besonders viel Farbe aufnehmen. Hier könnt ihr vorher Bodylotion auftragen, damit nicht mehr ganz so viel von dem Selbstbräuner einziehen kann. Ich habe die Stellen aber einfach immer erst ausgelassen und habe sie erst zum Schluss noch einmal leicht eingecremt.

Meistens habe ich abends nach dem Duschen gebräunt, dann kann alles gut über Nacht einwirken, denn der Selbstbräuner braucht circa acht Stunden, um sich zu entwickeln. Nehmt euch auf jeden Fall genug Zeit und konzentriert euch. Einen Selbstbräunerhandschuh wie den von St. Tropez kann ich euch nur wärmstens empfehlen, denn eure Hände werden nicht schmutzig und ihr könnt die Lotion ganz toll in kreisenden Bewegungen einarbeiten.  Schwierige Stellen waren für mich immer die Füße (besonders der Übergang zu den Zehen) und der Rücken, also vielleicht holt ihr euch Hilfe dazu, damit auch der Rücken gleichmäßig braun wird. Behaltet unbedingt im Hinterkopf, dass man später genau sehen wird, welche Stellen ihr ausgelassen habt.

Je nachdem wie viel Lotion ihr auftragt, desto brauner wird das Ergebnis. Bei meinem ersten Versuch war ich noch recht blass und habe gleich drei Abende hintereinander gebräunt, um mein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Ihr könnt die Bräune also wunderbar aufbauen, solltet euch aber am Anfang (besonders bei heller Haut) lieber langsam rantasten.

Nach dem Verteilen solltet ihr das Ganze unbedingt gut einziehen lassen, damit ihr nichts verfärbt. Ich hatte glücklicherweise keine Probleme mit Flecken oder Ähnlichem.

Viele sind der Meinung, dass sich beim Selbstbräunen ein unangenehmer Geruch entwickelt. Ich konnte das bei diesem Selbstbräuner allerdings nicht feststellen, beziehungsweise ist der Geruch eigentlich gleich geblieben. Wie ich oben schon geschrieben habe, bin ich von dem Duft nicht so angetan, hatte aber wirklich mit Schlimmerem gerechnet.

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Die Bräune war in Realität intensiver als auf allen Fotos 

Bei meinem ersten Versuch war das Ergebnis eher unauffällig, sodass ich gleich mehrere Abende hintereinander gebräunt habe. Für manche könnte der Bräunungseffekt aber schon ausreichend sein. Den eigentlichen Unterschied konnte ich immer am besten an meinen Selbstbräunerflecken erkennen. Mir ist es jedes Mal passiert, dass es unschöne Stellen und Streifen gab, trotz des Handschuhs. Vor allem an den Füßen und im Achselbereich ist ein perfektes, natürliches Ergebnis so gut wie unmöglich. Dafür mache ich auf jeden Fall die Farbe der Lotion verantwortlich. Wenn die Creme etwas getönt wäre, könnte man gut erkennen, welche Stellen schon eingecremt wurden und welche nicht.

Ansonsten wurde ich sehr oft angesprochen, dass ich sehr braun bin, aber niemand dachte an Selbstbräuner. Nur diejenigen die wussten, dass es Selbstbräuner war, empfanden die Bräune als orange. Und es stimmt auch leider, dass es eher eine orange-stichige Bräune als eine braune, knusprige Bräune ist.

Alverde bietet auch einen Selbstbräuner nur für das Gesicht an. Ich weiß nicht, wie groß der Unterschied zwischen den beiden wäre, ich habe auf jeden Fall die gleiche Lotion für mein Gesicht verwendet. Und soweit ich weiß, hatte ich damit auch keine Probleme wie Unreinheiten und so weiter. Allerdings muss ich sagen, dass das Selbstbräunen im Gesicht noch etwas lästiger ist als am restlichen Körper. Zum einen muss man wirklich sehr gut aufpassen, dass man alles gleichmäßig verteilt. Selbstbräunerflecken oder Streifen wären im Gesicht besonders schlimm. Mit dem Handschuh konnte ich im Gesicht nicht arbeiten und musste danach sehr gut meine Hände waschen. Ansonsten habe ich vor allem Lotion auf Stellen aufgetragen, die von der Sonne am meisten gebräunt werden. Sprich Wangenknochen, Stirn, Nasenrücken und so weiter. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Bräune im Gesicht eher dezenter ausfällt als am Körper. Vermutlich reinigt jeder das Gesicht in der Regel mehrmals täglich. Die Bräune verschwindet also umso schneller. Und um wirklich eine passende Bräune zum Körper zu haben, müsste ich mindestens jeden bis jeden zweiten Tag nachcremen. Das ist mir nicht nur zu aufwendig, sondern habe ich auch ein ungutes Gefühl dabei, mir täglich die Lotion auf die Haut zu geben.

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Die Haltbarkeit der Bräune ist leider begrenzt. Wenn ihr nur einmal selbstbräunt, wird die Farbe innerhalb weniger Tage verblassen. Bei Versuch 1 und 3 ist das immerhin unauffällig und ohne Flecken passiert. Bei Versuch 2 widerum hat sich die Farbe unschön abgeschält und wurde fleckig, woran auch immer das lag. Aber ich tendiere eher dazu, dass die Bräune in den meisten Fällen unauffällig nachlässt. Wie lange ihr braun bleibt, hängt auch davon ab, ob ihr euch viel duscht. Vermeidet auf jeden Fall Peelings und ölhaltige Produkte.

Zu der Ergiebigkeit des Produkts muss ich sagen, dass ich bei meinen drei Bräunungsdurchgängen bereits ziemlich viel aufgebraucht habe. Ich kann leider nicht in die Flasche reinschauen, aber sie scheint mindestens schon halb leer zu sein. Wer sich also den ganzen Sommer braun mogeln will, muss sicherlich mehr als eine Flasche pro Saison kaufen. Dennoch ist der Preis für einen Selbstbräuner und dann auch noch in Naturkosmetik Qualität wirklich sehr günstig. Für vier Euro ein überzeugendes Produkt!

Was die Versprechen von Alverde angeht, kann ich in den meisten Fällen zustimmen. Die Lotion pflegt wirklich ganz gut, so dass man vor oder nach dem Bräunen keine zusätzliche Bodylotion auftragen muss. Die Bräune ist wirklich gleichmäßig und relativ natürlich, wenn man beim Auftragen nicht patzt. Einen Hauch weniger Orange wäre schön, aber ich war mit dem Ergebnis eigentlich zufrieden. Nur der Duft ist wirklich nicht lecker oder frisch, sondern eher merkwürdig- aber auszuhalten.

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Also insgesamt ist die Alverde Selbstbräunungslotion wirklich kein schlechtes Produkt. Die Bräune ist schön natürlich und nicht zu stark, aber einen Ticken zu Orange für meinen Geschmack. Die Lotion lässt sich gut auftragen, pflegt und hat für den günstigen Preis auch gute Inhaltsstoffe. Lediglich den Geruch finde ich eher unangenehm und hatte Schwierigkeiten damit, eine patzerfreie Bräune hinzubekommen. Eine leichte Tönung der Lotion würde ich mir wünschen.

Ansonsten werde ich so schnell nicht mehr selbstbräunen, weil mir der Aufwand für die kurze Haltbarkeit einfach zu groß ist und ich im Sommer ohnehin braun genug werde. Auf Dauer wäre mir das einfach zu anstrengend. Vielleicht verwende ich sie im Frühling oder am Sommeranfang wieder, wenn man noch blass ist und schon Shorts und Röcke tragen möchte.

Für alle, die aber gerne mal Selbstbräuner ausprobieren möchten oder ohne Sonne braun werden möchten, denen kann ich den Alverde Selbstbräuner wirklich empfehlen.

ranking2,5

signatur

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7 Gedanken zu “Ausprobiert: Alverde Selbstbräunungslotion

  1. Mich würden ehrlich gesagt interessieren wie die Inhaltsstoffe bei den höher klassigen Naturkosmetik Produkten bei Selbstbräunern aussieht.
    Kennst Du Eco Tan(Eco by Sonya)aus Australien? Das finde ich auch sehr interessant.
    Gibt es vielleicht schon von anderen Naturkosmetik Bloggern Testberichte von anderen Selbstbräunern?
    LG

  2. Ah, danke für die Fotos, das macht das Ganze besser vorstellbar für mich. Der braunton sieht ja recht natürlich aus, das find ich schonmal gut. Selbstbräuner riechen ja immer so komisch, das kenne ich schon. Ich überlege deshlab mal den von Melvita auszuprobieren, da soll das nicht so sein (anderer Wirkstoff), aber der ist recht teuer find ich…
    Viele Grüße, die Alex

    • Danke für Deinen Kommentar. 🙂 Ja, der von Melvita wird oft gelobt und den werde ich vielleicht im nächsten Sommer auch mal testen. Jetzt habe ich erst einmal genug vom Selbstbräunen 😀
      Liebe Grüße 🙂

  3. Unbekannter sogar über diesen Artikel gestoßen und genau das war ich gesucht habe. Ein großes Danke für den ausführlichen Test 😊

    • Sorry es sollte heißen : zufälliger Weise – über den Artikel gestolpert. Handy und Autokorr… 😲

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