Tipp: So färbe ich mit Pflanzen-Haarfarbe – Teil 2

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Heute kommt endlich der zweite Teil zu meinem Bericht über das Färben mit Pflanzen-Haarfarbe. Im ersten Teil ging es um die Vorteile und was man beachten sollte, wenn man „umsteigen“ möchte. Dieses Mal geht es um das Färben an sich und wie ihr das ganze so schnell und sauber wie möglich über die Bühne bringen könnt.

Das Färben kann mit unterschiedlichen Pflanzen-Haarfarben von unterschiedlichen Herstellern natürlich variieren. Ich beziehe mich hier hauptsächlich auf meine Erfahrung mit Santé Pflanzen-Haarfarben.

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Was brauche ich alles?

Als erstes solltet ihr wissen, dass der Färbeprozess eine größere Geschichte ist. Mit schnell mal Ansatz nachfärben ist es leider nicht getan. Nehmt euch also auf jeden Fall viel Zeit und bei langen Haaren auf jeden Fall eine gute Freundin dazu, die hilft.

Das Färben kann eine ganz schön schmutzige Angelegenheit sein, also zieht am besten alte Klamotten an, verwendet nur alte Handtücher und legt den Boden mit Zeitung aus. Zieht beim Färben auf jeden Fall Handschuhe an, die meistens bei den Haarfarben dabei sind. Hilfreich ist außerdem eine Haube, die bei Santé mit enthalten ist. Diese könnt ihr nach dem Auftragen der Farbe aufsetzen, und die so entstehende Wärme sorgt für ein intensiveres Ergebnis. Wenn ihr danach noch ein Handtuch um den Kopf wickelt, wird es weniger schmutzig. Eine Mülltüte und Haarklemmen tun es aber auch.

Eine Bürste zum Entwirren der Haare und einen Kamm zum Abteilen würde ich auch empfehlen.

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Wie mische ich die Farbe an?

Ich verwende für meine etwas längeren Haare meistens zwei Packungen a 100 g. Gestern war das etwas zu viel, es würden wohl auch 1 1/2 Packungen reichen. Es kommt ganz auf eure Haarlänge an, aber allgemein gilt, je mehr Farbe ihr verwendet, desto intensiver wird das Ergebnis.

Zum Anrühren braucht ihr eine hitzebeständige Schüssel und kochendes Wasser. Ich gebe zu dem Pulver immer etwas Apfelessig hinzu, das intensiviert die Farbe und pflegt die Haare. Das Anmischen mit schwarzem Tee oder Rotwein erhöht die Farbintensität ebenfalls. Die Menge des Wassers hängt natürlich von der Menge des Pulvers ab. Schaut einfach, dass die Konsistenz nicht zu fest aber auch nicht zu flüssig wird. Jetzt müsst ihr die Masse unbedingt noch etwas abkühlen lassen, sonst verbrennt ihr euch die Kopfhaut.

Wie färbe ich am besten? 

Eure Haare können frisch gewaschen und nass sein oder auch trocken, nur fettig sollten sie nicht sein. Außerdem ist es wichtig, dass euer Haar von Silikonen und anderen Stylingresten befreit ist. Ein Reinigungsshampoo hilft dabei.

Jetzt kommt der schwierige Teil. Versucht so gut es geht einzelne Partien abzuteilen und wirklich die Masse gleichmäßig bis zu den Wurzeln aufzutragen. Ein Kamm kann beim Abteilen helfen. Geht systematisch vor und lasst keine Stellen aus. Am besten verteilt ihr erst zum Schluss die Farbe in den Längen bis in die Spitzen.

Falls ihr Farbflecken auf eurer Haut habt, entfernt sie zum Beispiel mit einem angefeuchteten Wattepad oder Öl. Ihr könnt aber auch vorher euren Haaransatz mit einer fetthaltigen Creme einschmieren und so einen verfärbten Ansatz vermeiden.

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Wenn alles gleichmäßig aufgetragen wurde, zieht ihr die Wärmehaube und ein Handtuch auf und lasst das ganze für eine ganze Weile einwirken. Schaut auf jeden Fall auf die Packungsbeilage, aber auch hier gilt, je länger ihr das Ganze einwirken lasst, desto kräftiger wird das Ergebnis. Ich lasse meine Farbe immer 2 Stunden einwirken, überschreiten solltet ihr diese Zeit bei den meisten Farben nicht. Wärme von der Sonne oder einer Trockenhaube sorgen ebenfalls für mehr Farbe.

Zu guter Letzt müsst ihr natürlich alles noch gut auswaschen. Das ist ebenfalls eine schmutzige Angelegenheit und wird eine Weile dauern. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch erneut die Haare waschen und eine silikonfreie Kur einwirken lassen. Verwendet am besten auch jetzt ein altes Handtuch und zieht alte Klamotten an, denn es können weiterhin Farbreste im Haar sein, die für Flecken sorgen könnten.

PrettyLittleLari meint:

Insgesamt bin ich unglaublich froh, dass ich das Blondieren aufgegeben habe und stattdessen mit Henna färbe. Auch wenn der Färbeprozess vielleicht etwas aufwendiger ist und die Farbauswahl nicht so groß ist wie bei konventioneller Haarfarbe, überwiegen definitiv die Vorteile. Ich habe sofort gemerkt, dass es meinen Haaren mit Henna besser geht und dass sie an Volumen, Feuchtigkeit und Glanz gewonnen haben. Und auch nicht nur meine Haare, sondern auch meine Gesundheit wird weniger belastet. Manche mögen vielleicht den Geruch von der angemischten Farbe als unangenehm empfinden, ich finde das Färben mit der warmen Masse aber sehr entspannend und bevorzuge definitiv den natürlichen Kräuter Geruch. In Zukunft möchte ich noch so einige Farbnuancen und Hersteller ausprobieren und bin gespannt, wie sich der Markt weiterentwickeln wird.

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Habt ihr schon Erfahrungen mit Pflanzen-Haarfarbe gemacht? Was sind eure Tipps beim Färben?

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2 Gedanken zu “Tipp: So färbe ich mit Pflanzen-Haarfarbe – Teil 2

  1. Tolle Fortsetzung und überhaupt ein sehr schöner Beitrag mal wieder, obwohl ich gern noch ein Nachher-Bild von dir und deiner Hennamähne gesehen hätte! .)
    Es gibt wirklich soo viele Anrührtechniken und Kniffe, wie sich die Farbwirkung intensivieren lässt. Für ein kräftiges Farbergebnis rühre ich mein Henna grundsätzlich am Vorabend des Färbens an, wenn es mal gar nicht anders geht oder ich mal nicht so gut geplant habe, lasse ich die Farbe mindestens für ein paar Stunden ziehen, damit sich die Farbteilchen ordentlich lösen können noch bevor sie auf den Kopf kommen.
    Gerade bei SANTE stört mich ein bisschen die arge Krümeligkeit, die nicht nur beim Aufpinseln und Auswaschen nervig ist, sondern auch beim Anrühren mit dem Löffel. Den „Stress“ mache ich mir inzwischen nicht mehr und halte beim Anrühren immer fröhlich meinen Handmixer in die hohe Schüssel, das klappt super und geht gleich viel flotter.

    Ganz liebe Grüße
    Mexi

    • Hallo 🙂 Vielen lieben Dank für Deinen wahnsinnig langen Kommentar.
      Ja, das habe ich mir tatsächlich auch gedacht, dass irgendwie ein vorher-nachher Bild fehlt. Aber eins mit blonden Haaren hatte ich nicht griffbereit und vorher-nachher lohnt sich beim Ansatz nachfärben nicht wirklich. Oder meintest Du allgemein ein Bild von meiner Haarfarbe? 🙂
      Danke für Deine Tipps! Das werde ich alles mal ausprobieren und will auch eigentlich mal andere Marken testen.
      Liebe Grüße zurück 🙂

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